image1
image1 image2 image3 image4 image5 image6 image7 image8

Kulissenbau - einfach und günstig!

Theaterkulissen sollten leicht, transportabel und wiederverwendbar sein. Wir erinnern uns ungerne an die großen schweren Spanplatten, die vielleicht massiv auf der Bühne stehen, aber keine wirkliche Freude machen, wenn sie erst einmal bewegt werden müssen.

Die Lösung ist ganz einfach, oder...

So bauen wir unsere Kulissen

Am Anfang steht natürlich immer die Planung eines Bühnenbildes. Wie breit und wie tief ist die Bühne? Muss ich das Bühnenbild während der Vorstellung verändern? Benötige ich Platz hinter den Kulissen zum Durchlaufen? Dann wird ein Plan maßstabsgetreu am PC gebaut (hier mit Adobe InDesign). Der Vorteil ist, man kann ständig Veränderungen vornehmen und das Bühnenbild nach seinen Wünschen bauen.


 In diesem Beispiel werden zwei Bühnenbilder aufgebaut. Das vordere Bild wird in der Umbaupause schnell entfernt.

Die Kulissen bestehen aus sogenannten Keilrahmen. Diese gibt es in allen möglichen Größen. Genial dabei ist, dass man sie binnen weniger Minuten zusammenstecken kann. Danach werden die Ecken mit Keilen so fixiert, dass die Rahmen im rechten Winkel bleiben.

Anschließend wird der Stoff aufgespannt. Hierzu verwenden wir sogenannte "Baumwollnessel GFH". Diese gibt es unbehandelt oder schwer entflammbar nach DIN 4102 B1. Manche Spielstätten schreiben das vor.

Wichtig beim Bespannen ist, dass man den Stoff gleichmäßig aufzieht. Das heißt, die Seiten beim Tackern ständig wechselt, da sich der Rahmen sonst verziehen kann. Der Stoff sollte möglichst stramm aufgezogen werden!

Keilrahmen gibt es hier zu kaufen: www.boesner.com
Baumwollnessel und andere Bühnenstoffe gibt es hier: www.westholt.de

Wichtig! Bevor die Kulisse bemalt wird, muss sie grundiert werden. Der Grund dafür ist, dass der Stoff sonst sehr viel Farbe saugen würde.

Zuerst „nässen“ wir den Stoff z.B. mit einer Farbrolle und wirklich viel Wasser. Anschließend nimmt man weiße Farbe und trägt auch diese, aber nur sehr wenig, auf die Fläche auf. Das Ziel ist es, die Poren zu verschließen. Es muss also keine deckende Farbschicht entstehen. Das ganze lässt man nun möglichst liegend trocknen.

 

 

Nun kann das eigentliche Bild auf die Kulisse gemalt werden. Auch hierbei sollte möglichst wenig Farbe aufgetragen werden, denn umso öfter kann ich die Kulisse für weitere Produktionen übermalen.

Ganz wichtig: Um die Kulissen auf der Bühne zu verbinden, sollten Scharniere gewählt werden, die sich durch einen Stift schnell voneinander trennen lassen. Das hat den Vorteil, dass das Bühnenbild sehr schnell und materialschonend auf und abgebaut werden kann.

 

2018  Freie Bühne Erftstadt  
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok