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Theater hilft

Begonnen haben wir unsere Arbeit im Jahre 2005. Und das hatte folgenden Hintergrund:

Der Verein "Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder" kam damals mit einer Bitte auf uns zu. Er sammelte in Erftstadt Lebensmittel für diverse Hilfstransporte nach Mogilev (Weißrussland) und fragte, ob wir ihm dabei behilflich sein könnten. Da man gerne hilft, sagten wir nicht nein. Das sah dann so aus: Wir hielten Autos vor dem Aldi in Erftstadt-Lechenich an, und erklärten den Leuten, dass wir Grundnahrungsmittel bräuchten, um diese mit einem Hilfstransport an bedürftige Menschen in Weißrussland verteilen zu können. Das funktionierte die ersten Male recht gut, und die Leute übergaben sogar ganze Einkaufskörbe voll mit Nudeln, Zucker, Mehl, Süßigkeiten etc.

Doch diese Spendenbereitschaft nahm mit den Jahren ab. "Mir spendet auch keiner etwas" waren noch harmlose Begründungen. Und als noch eine Landtagswahl anstand, wurden wir offenbar als Stimmenfänger gesehen und fast umgefahren, bevor wir dem Fahrer überhaupt erst unser Anliegen mitteilen konnten. Es machte uns nicht mehr so viel Spaß, sich wegen ein paar Cents, aufreibenden Diskussionen hinzugeben. Es ist irgendwie auch verständlich, dass man wildfremden Menschen nicht einfach etwas spendet, wenn man sie nicht kennt.
 
Eine Idee wurde geboren: Wer gibt, der bekommt!

Wir geben seit 2005 den Menschen einen unterhaltsamen Nachmittag in Form eines Theaterstückes, und bekommen dafür Geld, dass wir wiederum für die gute Sache einsetzen können. Wie einfach und doch so erfolgreich, wie sich später herausstellen sollte.

Mit der ersten Produktion "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge" spielten wir sagenhafte 4.310 Euro ein. Für das Geld muss man lange um Lebensmittel betteln. Das erstaunliche war, dass Zuschauer uns nach der Vorstellung fragten, wo Sie noch den ein oder anderen Euro spenden könnten.

Das hat uns gezeigt, dass wir Menschen mit unseren Theaterstücken nicht nur berühren, sondern unsere Idee funktioniert. Uns freut es, dass wir mit dem Theaterspiel sehr kranken Kindern helfen, u.a. sogar wichtige Operationen in Deutschland ermöglichen, die den Kindern im Heimatland mangels Geld verwehrt bleiben.

Nachricht aus Mogilev:

  Danke aus Mogilev„Sehr geehrter Herr Brückner,
sehr geehrte Damen und Herren,

seit vielen Jahren unterstützt Ihre Gruppe den Verein „Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder e. V.", Erftstadt, indem Sie in der Weihnachtszeit ein Theaterstück aufführen. Der Erlös kommt der humanitären Arbeit des Vereins [...] zugute. Viele Projekte in Mogilev hätten ohne Ihre finanzielle Hilfe nicht verwirklicht werden können.
Ich möchte mich bei Ihnen und allen Mitgliedern der Gruppe für diese große Hilfe bedanken. Ihr Engagement und Ihre Herzensgüte gibt vielen verzweifelten Menschen wieder Hoffnung. Außerdem leisten Sie einen großen Beitrag zur besseren Verständigung unserer Völker.
In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen aller Organisationen und Selbsthilfegruppen sowie Kinderheime und Krankenhäuser für Ihre Unterstützung."

Liebes Publikum,
würden Sie nicht zu unseren Vorstellungen kommen, wäre das so nicht möglich. Darum geben wir das Dankeschön gerne an Sie weiter.

2018  Freie Bühne Erftstadt  
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